
So ich habe mir nochmal das video des Workshops angesehen und versuche aus der Erinnerung aufzuschreiben was ich wichtig empfand. Ich werde jede Übung reflektieren und durchgehen.
Allgemeiner Eindruck:
Eigentlich war ich sehr zufrieden und glücklich nach dem Workshop. Mir macht es wirklich Spaß weil ich merke, dass sie Inhalte bei meinen Teilnehmern auch was auslösen.
Was vor allem gut war sich über sie Struktur des Workshops einen Überblick zu verschaffen und zu ordnen, welches Thema nehme ich als erstes, sodass es logisch aufeinander aufbaut.
Ich empfand es bei lesen der Bücher wirklich schwer wie man da ein logischen Anfang macht.
Meine Überlegung war auch die verschiedenen Techniken farbig zu markieren und ein Bild zu machen (Schautafel) in dem man die verschiedenen Techniken sieht für was man sie nutzen kann. Aber vielleicht ist das dann ein späterer Punkt.
Mein Englisch ist nur leider eine Katastrophe und ich muss mir mir einfach noch mal die einschlägigen Worte vorher nochmal genau Übersetzten und parat haben, vor allem auch wie man es schreibt (peinlich) also der Punkt ist auf jeden Fall verbesserungswürdig.
Was ich auch gut fand ist, das die Teilnehmer denke ich Spaß hatten (ein wichtiger Aspekt) und auch den Sinn dieser Übungen zumindest erahnt haben.
Übungen:
Schwisch
Immer wieder eine gute Übung! Für Körper, Sprach Koordination, für Sendung, für Rhythmusgefühl, für Spontanität, Reaktionsfähigkeit. Mir fiel auf, dass sie Körper-Sprach Verbindung bei vielen noch nicht so ausgeprägt war. Also die Bewegung war nicht an den Körper angeschlossen. Ich denke da sollte ich weiter dranbleiben. Auch mutiger zu sein sich was zu trauen…Wir sind zu gut erzogen. 🙂 Das wurde mir auch in der Schauspielschule immer wieder gesagt. Aber was mir auffiel die Teilnehmer haben sich in die Augen geschaut, das ist oft nicht der Fall. Also den ganzen Körper einsetzten, mal ins extrem gehen um dann wieder reduzieren.
Arm Übung
Da hatte ich bedenken, das die Teilnehmer das langweilig finden und unverständlich. Aber es war gerade das Gegenteil. Sie haben es ganz ruhig und mit Verständnis gemacht. Was ich interessant fand war dass beschrieben wurde, dass es mit dem unsichtbaren Arm zu machen leichter fiel und den physischen Arm besser steuern kann. Leicht (er) finde ich ein gutes Stichwort, es ist einfacher den Arm zu heben, wenn der andere schon weiter oben ist. Sebastian sagte
“ ich habe mir vorgestellt ich ich es mache im Außen statt es zu fühlen“ Auch interessant, später hat er das auch noch mal gesagt. Also er ist wie rausgetreten um sich von vorne zu sehen. Eigentlich soll man das nicht nur in sich bleiben und fühlen…das werde ich weiter beobachten und für mich vielleicht beides mal ausprobieren. Ist da ein Unterschied?
Augen-Übung
Für alle war es denke ich ungewohnt sich die Augen nach hinten vorzustellen, weil man sich den Raum vielleicht nicht zu sehr vorstellen kann. Aber ich denke geht geht bei der Übung um eine geteilte Aufmerksamkeit und man sollte sich nicht zu sehr auf das versteifen, sondern Leicht angehen. Ich habe es im Kreis gemacht jeder solle die Augen in den Schulterblättern haben dann weglassen. Alle sind in ihrer Haltung zusammengesunken in eine eher natürliche Haltung. Ich merkte doch wie unsicher doch wir alle sind und könnten mutiger sein. Aber nur das am Rande. Ich empfand man konnte bei der Übung beobachten, dass die Ausstrahlung in den Augen mit den Rückenaugen zunahm und sie mehr Glanz bekamen.
Über Cechov und die Methode
Das hätte ich noch klarer und eindeutiger erzählen können. Wie gesagt die englischen Wörter müssen mir klarer sein. Mir sind eben auch so viele Dinge in den Zusammenhängen noch nicht klar, das überträgt sich dann natürlich und wirkt undeutlich. Ich hätte vielleicht auch noch näher darauf eingehen können, was kann ich von meinem „Vorbild“ lernen von seinen Bewegungen und der Haltung. Gesten genau zu kopieren und Ausdruck kopieren und zu sich rüberziehen. Vielleicht sollte ich das auf einen späteren Workshop verschieben. In wie fern hilft das kopieren der Bewegung was gibt es für ein Support. Das Thema muss ich auch unbedingt nochmal anschauen!
Die Überleitung war auch nicht ganz klar. Aber dann war der Aufbau der Übungen doch ganz sinnvoll und gut wie ich ihn strukturiert habe.
Herzübung
Denke das war für viele eine wichtige Übung, weil man richtig merkt dass es da noch was anderes gibt. Was denke ich wirklich eine große Trainingssache ist, am Thema zu bleiben sich zu konzentrieren und nur die Gedanken auf das Herz zu lenken. Dazu die Imagination wieder zu aktivieren und seiner Phantasie wieder Raum zu geben um nicht auf die alten Gedanken zu kommen. Es ist schon richtig was Cechov sagt. Das sind zwei wirklich wichtige und schöne Elemente dieser Technik und die sollten eigentlich täglich trainiert werden. Ich kann mir vorstellen, es wird dann auch einfacher. Also auch hier ist die „Leichtigkeit“ und der „Spaß“…“ich probier ja nur“ mehr im Vordergrund. Also auch mehr Übungen in den beiden Disziplinen sind wichtig!
Eigentlich zwei Dinge die uns in unser jetzigen Zeit immer mehr verloren gehen und dadurch auch unsere Phantasie blockieren und somit auch die Kreativität,Ausstrahlung und Einzigartigkeit wie ich finde.
Was aber wirklich auffiel, dass die Teilnehmer mit der Konzentration auf’s Herz sicherer in dem wurden was sie sagten, das kann natürlich auch daran liegen, dass sie es zum zweiten Mal machen sich den anderen vorzustellen. Aber trotzdem war die Körpersprache eindeutig ruhiger auch die Stimme gesetzter und die Worte geführter. Ich finde sie wirkten als wäre sie mehr bei sich und dadurch selbstbewußter. Man weiß ja im inner was man sagen will, warum sollte man das nicht wissen, also reicht es doch vollkommen sich nur auf das Herz zu konzentrieren und zu vertrauen, dass ich den richtigen Text sage. Da ist aber der Knackpunkt! Man will nicht die „KONTROLLE“ abgeben. Dabei ist es doch so einfach sich nur auf eines zu konzentrieren und zu VERTRAUEN. Vertrauen ist echt ein Stichwort und denke ich sehr wichtig in dem Kontext. Da werden wir denke ich alle daran arbeiten müssen. Denn ich habe das Gefühl das ist ein ganz wichtiger Punkt! Es kann eine auch eine große Unsicherheit sein sich nur auf eins zu konzentrieren. Aber vielleicht ist das das Geheimnis was einen weiter führt als man denkt.
Ein paar Stimmen zu der Übung:
„She seems now are used to do presentations“ „he speaks more organized“ „nervous Body-language, at the second time he did almost nothing, his voice was more deep and in a quality that is easier to listen to“. Bei Narim fand ich es mit dem Herz auch viel klarer geordneter, geerdet und gleichmäßig vom Sprachstrom. „It felt calmer for me“ Sebastian fing erst deutsch an mit dem Herz, weil es ihn vertrauter und sicherer erschien, genau wie er sich fühlte. Auch hier stellte er sich im außen wieder vor..hm also das sollte ich für mich auch wie gesagt vergleichen. Amelie sagte auch. Man nimmt sich mehr Zeit dafür zu sagen „hier bin ich!“ Gibt sich mehr Raum. Von Außen war es bei Marie nicht so klar, ich stellte aber auch eine viel gelassenere Körpersprache fest, für sie innerlich war es ein großer Unterschied.
Schauspielübung Ohrfeige/Umarmung
Gut dass ich diese Übung gemacht habe, denn das hat bei der Gruppe auch für Spaß und Überraschung gesorgt, denn es war eine komplett neue Erfahrung für sie. Vor allem haben sie gesehen, dass man mit dieser Übung ganz einfach Emotionen erzeugen und halten kann. Aber gerade das halten ist nicht so einfach, weil man natürlich gerne wieder in seine „natürliche“ Emotion zurück geht und gerne die erzeugte abschneidet statt dranzubleiben statt darauf zu schwimmen. Die Sätze waren zu lange, aber sonst hat es funktioniert und ich glaube das ist eine gute Übung um den Untertext verständlich zu erklären. Narim: bei mir war es auch ganz überraschend, was für eine Farbe plötzlich rauskam. Sie war wie erschreckt über die Emotion, aber in dem Moment hat sie einfach nicht nachgedacht und sich dadurch blockiert.
My funny Valentine
Interessanter Weise habe alle das stärkste Wort in dem Song gefunden „You make me smile“ als aktives Verb. Da war ich doch sehr glücklich. Doch wie genau stellt man das da. Es ist auf jeden Fall eine Bewegung die hoch geht. Wir haben die Mundlinie des Lächelns nachempfunden. Bei der physischen Runde waren alle noch etwas unsicher (wahrscheinlich zu blamieren..zu anständig). Ich hatte trotzdem das Gefühl, dass sie Geste Stärke gab. Bei der unsichtbaren Geste war alles weicher und geführter und die Stimme war sehr klar. Ich glaube es ist nur wichtig immer wieder rein zu kommen und die Geste nicht zu vergessen. Aber fürs erste bin ich zufrieden. Ich denke in den Einzelsongs kann man da noch näher drauf eingehen.
Die Frag ist gerade für mich. Wie entwickelt sich die Geste weiter, bleibt sie starr? Cechov meint gerade diese gerade Form, gibt einem wieder Freiheit. Nur die Konzentration auf das Eine. Da sind wir wieder beim Vertrauen, dass man (ich) das für zu wenig empfindet. Hm also also Schauspieler versteh ich das weil man die Emotion braucht. Aber als Sänger ist die Emotion ja schon da durch den Text. Also geht es doch viel mehr auch darum, warum singe ich diesen Song, was will ich damit sagen und die Emotion ist ein Beiprodukt. Das will ich auf jeden Fall bei nächsten Workshop näher betrachten. Also Vertrauen ist wichtig…vielleicht sollte ich auch noch eine Übung dafür machen. Aber erst mal soweit.