
Ich habe das Glück in meinem Masterkurs einen wunderbaren und offenen Saxophonisten Andrew Saragossi zu treffen, mit dem ich im Duo spielen möchte und der auch bereit ist Dinge von Cechov auszuprobieren. Bisher habe wir uns schon vier mal getroffen und ich bin glücklich über die Ergebnisse.
Die erste Probe fand hatten wir im November und wir haben uns vorgenommen frei zu improvisieren und daraus ein Stück zu entwicklen und ein vorhandenes Stück „Wonderful“ Coltrain /Hartman zu nehmen und daraus eine neue Version zu gestalten.
Wir haben hier viel rumgespielt und ausprobiert.
Hier man kann in die Aufnahmen reinhören:
Am 02. Dezember 2019
Hier habe ich das erste Mal mit ihm mit der Chekhov Methode gearbeitet.
Das sind meine ersten Aufzeichnungen nach der Probe.
Leider ist unsere Aufnahme verloren gegangen!
Was ist mein Ziel
Gleich in eine tiefere emotionale Ebene zu erreichen, etwas an dem man sich festhalten kann und bleiben wie ein Bild.
Die Technik griffig zu nutzen. Neue Interpretation zu erschaffen.
Was habe ich probiert
Erst haben wir probiert die Aufnahme von Hartman/Coltrain zu hören und schauen welche Bilder kommen. Andrew sagte wie aus einem fahrenden Auto. Das Bild hatte ich anfangs auch, dachte aber es wäre vielleicht besser, wenn es ein klareres Bild ist auf das man sich stützen und konzentrieren kann.
Dann habe ich ihm von dem Bauern erzählt und den Vögeln auf dem Feld. Das haben wir auch probiert und diese Feldstimmung reinzukommen. Mit Licht aus spielen, das heißt im dunklen Raum zu spielen und ihm hellen.
Mit der Vorstellung spielen, konfetti zu werfen „Wonderful“.
Einer macht Konfetti ich habe dann zu der denkenden Statue gewechselt.
Was hat funktioniertDas Bild mit dem Bauern hat sehr gut funktioniert um einen Anfang zu finden, reinzukommen.
Andrew hatte dann auch eine Idee das Licht auszumachen, das war sehr gut. Komisch fühlen wir uns dann sicherer. Ich fühlte mich frei und vertraute mir mehr. Strange. Ja ich glaube darum geht es sich sicher in dem zu fühlen was man macht. Das war auf jeden Fall eine schöne Version.
Mit der physischen Geste hat gut funktioniert, dass wir beide mit der gleichen Idee angefangen haben sehr selbstbewußt und sehr klar. Das war ein super Start, da jeder zwar was anderes gemacht hat, aber mit der gleichen Intention. Das war dann ein kräftiges Bild und hat nebeneinander funktioniert.
Was hat nicht funktioniertoft habe ich mich in meinen Mitteln so begrenzt gefühlt. Und würde gerne einfach die Basslinie singen, oder reinspringen.
Was schwer war fand ich seine Idee zu behaupten auch wenn der andere was komplett anderes macht. Ich war dann oft nicht überzeugt und dudelte dann nur so vor mich hin anstatt zu denken und eine klare Linie vorzugeben, das ist meine Idee.Ich hatte immer bedenken dass wir nicht zueinander kommen und nicht aufeinander höre, er meinte vielleicht achten wir zu sehr aufeinander und es wäre vielleicht gut sich darüber nicht Gedanken zu machen, denn wir sind ja gewohnt zu hören und machen es so oder so.
Was mache ich das nächste Mal besser oder anders
Noch mal die Parameter eines Songs oder ausgedachte probieren. Und klar das Ende der parameter oder die Inseln klar machen.
Licht aus will ich noch mal probieren, geht das auch nur in der Vorstellung?
Das nächste Mal muss ich mich trauen, wenn wir das mit der Geste machen, dass wir beide die Bewegung spüren also die Bewegung separiert machen. Also nicht nur in der Vorstellung sondern wirklich von dem physischen erinnern.