
17.12.2019
So endlich habe ich wieder einen Computer, das hat leider mir ganz schön viel Zeit und Nerven gestohlen und ich muss jetzt hier einiges nachholen. Also ich wollte mal sehen was die physischen Bewegungen von Sängern bei mir auslösen oder wie sie mit vielleicht helfen können. Da lassen sich sicher gute Übungen herausfiltern und so war es auch. Hier die ersten zwei Übungen von Liz Wright. Ich werde sie eine Zeit lang probieren und dann meine Erfahrungen damit schildern.
Sänger: Liz WrightSong: „Seems I’m never tires lovin‘ you“ video youtube
Warum: Ich habe Liz Wright auf der Bühne gesehen und war völlig geflashed von Ihrer Präsenz und ihrer Stimme.Von ihr kann man viel übers Belting lernen, aber auch ihre freudige und zum Teil auch andächtige Grundhaltung beim singen, erinnert mich an Gospelsänger. Ich mag diese Einstellung und Attitüde.Ich denke mal das haben eben viele afroamerikanische Sänger mitbekommen, Aretha Franklin, Whitney Houston ect.Es ist eben was anderes, wenn man weiß für wen man singt und wenn hinter diesem „ansingen“ auch eine Botschaft steckt. Mir sind bei der Performance ihre geführten Handbewegungen aufgefallen und jetzt bei dem Video sehe ich, dass man doch einiges daraus schießen kann.Ich denke ich kann aus diesen physischen Bewegungen gute Übungen für mich rausziehen, die sich dann hoffe ich im Laufe der Zeit auch in meinem singen bemerkbar machen.
Schon innerhalb von anderthalb Minuten habe ich schon 4 wunderbare Übungen für mich gefunden.Ich werde versuchen sie in den nächsten Wochen regelmässig zu üben und vielleicht in einem Song anzuwenden mit SchülernUm die Wirkung zu testen.
1. Schulter Kopf Bewegung 0:55 „Darling“
Regulierung Lautstärke/sanfter Ausklang, Vibrato, Körperbewußtsein
Wie führt sie sie aus?Eine zueinander Bewegung des Kopfes und der Schulter, wobei die Schulter führt und eine leichte Kreis Rückwärtsbewegung macht.Sie macht das sehr innig und intim. Für mich ist es einfacher sich eine Tanzbewegung vorzustellen, das der Anfang der Schulter auch bewußt geführt wird. Die Schulter ist in dem Fall das steuernde und regulierende Element um die Intensität des Tons zu steuern. Einleichtes Lächeln wie sie es im Video macht ist auch hilfreich. Der Ton legt sich sozusagen in die Bewegung rein. Wenn man es genau beobachtet, macht sie auf „Da“ eine leichte Gegenbewegung das heißt nach unten, bevor sie mit der Schulter nach oben geht. Für was ist die Bewegung einsetzbar bzw hilfreich
Läßt den Ton weich werden, hilft ihn sanft auszuführen und das safte decrescendo zu erleichtern bzw, feines leichtes vibrato zu erzeugen.Mit der Bewegung läßt sich also die Intensität / Dynamik steuern.Zum Beispiel bei länger gehaltenen Tönen um eine Phrase sanft abschließen. Ich finde als Übung gibt es mir auch eine gutes Körperbewußtsein, wie man den Körper unterstützend im Gesang einsetzten kann.Die Gegenbewegung am Anfang, läßt den Ton genau treffen und kräftig erklingen.
Übung: Auf einen Ton und verschiedenen Vokalen (ma, da, ha) Tonleiter nach oben gehen während man die Übung ausführt. Lauter anfangen und dann decrescendo.Die Schulter führ eine leichte Kreisbewegung aus. Schulter und Kopf kommen zu einander. Einsatz der Stimme bewusst Ton und Schulter zusammen. Wichtig ist am Anfang von der Gegenbewegung ausgehen.Während man den Ton sing mit der Schulter die Intensität führen durch die Bewegung mit einem freundlichen Gedanken und zum Beispiel dem Wort „darling“.
Mögliche Fehler:
Nicht zu sehr drücken, weder Stimme noch die Schulter verkrampfen. Mit bewußter Leichtigkeit würde ich mal sagen. Wichtig ist dass die Bewegung von der Schulter geführt wird und danach auch wieder die Lösung danach!Die Bewegung nicht nur „technisch machen“ wie bei ihr mit Gefühl und einen schönen, warmen Gedanken wie „Darling“.
2. Hand führt nach oben 0:59 „you are always needed“
Spannung im Ton und support der Stimme
Wie führe ich sie aus?nach oben geöffnete rechte Hand führt mit leichter Spannung nach oben, während die linke locker Hand unten ist.Am ende der Phrase. Bewußt am Ende der Phrase die Spannung aus der Hand nehmen in dem die Finger zu einer lockeren Faust geballt werden.
Für was ist die Bewegung einsetzbar bzw hilfreichGibt dem Ton Kraft und Fülle mehr Power (leichter belt), auch hier läßt sich gut die Dynamik führen. Ich merke ich mache automatisch den Kehlkopf tiefer und der Hals ist offen wenn ich die „kraft“ ganz in die Bewegung gebe, wie wenn ich einen leichten Verstärker anstellen würde. Bei richtiger Anwendung entsteht auch hier entsteht ein leichtes Vibrato.Wenn ich eine Phrase gleich kräftig mit „dicken“ Stimmbändern (Glotisschlag) einsetzten will und einen gestützten leicht gebelteten Ton erzeugen möchte
Übung: Ich würde genau ihre Tonfolge aus dem Song nehmen rauf und runter (a c e d d c a g) und dann Halbtonschrittweise nach oben gehen auf „Da, De Di Do Du“ mit der Handbewegung und Lösung am Schluss (hand zur leichten Faust schließen) und mit dem Einatem den Arm nach unten bewegen.Als Variation oder Vorübung kann man auch nur auf die Bewegung nur ausatmen und dann bewußt lösen, „silent in breath“. Positive Grundeinstellung lächeln ist denke ich immer gut bei so einer Übung.Später an einer Phrase im eigenen Stück probieren
Mögliche Fehler
Zu viel Druck ist immer schlecht. Also in Gedanken ganz bei der Bewegung und der Hand bleiben, nicht in den Hals gehen, Vorstellen als würde man Saft etwas mit dem Arm anheben eine Feder zum Beispiel.
Veränderungen nach ein paar Wochen … ich werde es testen