2.2.1 Michail A. Cechov (1946) (O technike aktera) „Die Kunst des Schauspielers“ 1990 (Moskauer Ausgabe) Urachhaus, Stuttgart
Aus dem Buch habe ich die Grundlagen seiner Ideen erfahren. Man muss erwähnen dass es nicht das Standardwerk „To the actor“ ist, welches etwas später 1956 erschien. Aber soweit ich gehört habe wurden wichtige Aspekte hier ausgelassen, zum Beispiel die Verbindung zu Rudolf Steiner, die ich aber für mich sehr wichtig empfand. In diesem Buch bekam ich die Inspiration zu dem „Forrest Walk“ aber auch nützlich Grundlegende Ideen was die Geste betrifft.
„Der Zuschauer fängt dabei von sich aus an, mit dem Schauspieler mitzuspielen. Er schickt ihm über die Rampe Wellen des Mitgefühls, des Vertrauens und der Liebe. Ein Schauspiel entsteht aus der Wechselwirkung zwischen Schauspieler und Zuschauer…auch Musiker die die Atmosphäre des Schauspiels geschaffen haben, dann kann er nicht anders als teilnehmen“ S. 26.
Chekhov hatte eben viel Phantasie und das äußerte sich auch in seinen Ideen für Übungen. Ich finde diese teilweise abstrakt von außen betrachtet aber gerade darin liegt die Stärke wie ich finde. Zum Beispiel habe ich die Übung als einem Musikstück eine Geste/Atmosphäre zu entwickeln.
Genutzte Übungen aus dem Buch:
Übung 5 Inspiration für Gebärdenübung S. 46. ; Übung 8 für Gebärde S.74.; Übung 19 Inspiration für Forrest Walk und Monbijou-Brücke S. 93.; Übung 6 Idee zur Forrest-walk session S.48.; Atmosphäre-Partitur S. 57 inspiration für die Arbeit an REISE!; Übung 28 Vergleichen mit anderen Künstlern S.129.
2.2.2 Lenard Petit (2010). (for the actor) Die Cechov Methode. engl. Routledge. dt.Übersetzung 2014 Leipzig: Henschel Verlag
„Alles beginnt mit den Bewegungen des Körpers, denn der Körper ist das, was das Publikum sieht. Mit ihm steht und fällt alles bei dem Versuch, uns auszudrücken. In dem Moment, in dem uns bewußt wird, dass unser Körper unser Instrument ist, werden wir sensibler für die Bewegung, selbst für solche, die nur minimal ausgeführt werden.“ S. 17.
Diese Buch war wichtig für mich, gerade für den Workshop. Da sind auch noch sehr viele Übungen und Techniken drin die ich noch nicht probiert habe, also für die Zukunft eine gute Quelle für Übungen. Petit entfernt sich teilweise etwas von Chekhov und versucht die Technik in die heutige Zeit zu bringen oder seine eigenen Gedanken anzufügen, was ich spannend finde, weil es das Blickfeld erweitert und die Technik erweitert. Ich glaube so war es auch von Chekhov gedacht, das die Technik eben nichts dogmatisches hat, sondern wie ich es verstehe wie ein Grundlage angesehen werden kann, welches variabel ist und von jedem neu auf seine Weise interpretiert werden kann. So kommt es auch dass die Tankstelle Berlin sicher völlig anders arbeitet mit der Methode als das Cechov-Studio in Berlin.
2.2.3 Hans Brandner (2012) „Bewegungslinien der Musik“ Forum Musikpädagogik
„Die bewußte Vereinigung des Gedankens mit dem organischen Material des menschlichen Körpers zur unmittelbaren Wirkung auf das unorganische Material des Instruments“. Interessant fand ich auch diese Buch. Es geht um die Lehre von Alexander Truslit und in wie weit die Bewegung des Körpers eine immens wichtig Rolle für den Klang ist. Mache ich eine Kreibewegung bevor ich auf die Tasten gehe, wie genau verändert sich der Klang. Sehr spannend und auch ein bisschen trocken, ich habe irgendwann aufgegeben, weil ich merkte es passt nicht zum Thema. S. 16
Das Buch „Mentales Training für Musiker“ fand ich überhapt nicht passend und habe es nur überflogen.
2.2.4 Barry Green, Timothy Gallwey „The inner game of music“ (1986) Doubleday Verlag. deutsch (2008) Prof. Gerhard Hamann. allesimfluss Verlag
Dieses Buch hat mir richtig gut gefallen und ist eine wunderbare Ergänzung und Fortführung der Idee ausgehend von Chekhov. Auch hier findet man den Begriff der entspannten Konzentration. Das Buch beschreibt auch gute Übungen wie man an diesen Punkt der entspannten Konzentration kommt. „Wie fühlt sich der Unterschied zwischen Aufmerksamkeit und Anstrengung an?“ Die Übungen sich auf den „Klang zu konzentrieren“, sich auf „Gefühle zu konzentrieren“ (S. 50 und 51) klingen für mich auch sehr nach Chekhov. Einen Film sehen „Drama in der Musik“ Geschichte ausdenken zu dem Lied das ich singe und diese vor mir sehen. Anscheinend kommt dieses Buch vom mentalen Training für Sportler. Leider habe ich es zu spät für mich entdeckt, sonst hätte ich auch mit diesen Übungen gearbeitet. Ich kann dieses Buch nur jedem Musiker empfehlen. Ich möchte hier auch ein paar wichtige Zitate aus dem Buch anbringen, die Ähnlichkeiten mit Chekhovs Ideen haben:
„Dein Körper kann die ebenfalls Orientierung für dein Tun geben. Wir werden sehen, dass es sehr nützlich ist, sogenannte „kinestetische“ oder Körperziele zu bestimmen…. die Tänzer formen sich ein inneres Bild und stellen sich ihren eigenen Körper beim nachbilden der Bewegung vor. Sie sind anschließend fähig, die gesehenen und kinestetisch gefühlten Bewegungen nach ihren Vorstellungen auszuführen. Man hat vor kurzem herausgefunden, dass diese „kinestetischen“ Übungen tatsächlich die Bereiche des Nervensystems, die an der physischen Aufführung beteiligt sind, aktivieren und programmieren.“ S.65
„Wenn wir unserer Rolle als Vermittler der Musikalischen Aussage akzeptieren, werden wir uns keine Sorgen darüber machen, welchen Eindruck wir als Person auf andere hinterlassen.“ S. 86
In dem Buch geht es auch viel um Selbstzweifel, was Lenard Petit auch kurz erwähnt. Gerade auch für dieses Feld kann die Chekhov Methode gut sein. Auch in diese Richtung gehtdas letze Buch, was ich hier erwähnen möchte.
2.2.5 Kenny Werner (1996) Effortless Mastery. Jamey Aebersold Jazz. New Albany
Kenny Werner geht es in dem Buch um ähnliches. Das er feststellt das wir oft nicht wir selber sein können auf der Bühne, dass wir durch Gedanken wie „wie finden mich die anderen“, „ich will gut sein“ und blockieren. Er spricht über technische Fähigkeiten die aber noch lange keine Kunst sind. Ich komme auch ein wenig darauf, obwohl es sich auch von der Chekhov Methode entfernt, dass ich oft auch immer wieder das Problem sah, während des machen im Workshop oder im Duo oder mit mir, mich gehen zu lassen und zu vertrauen. Sie zu vertrauen, das ist ja die Grundvoraussetzung für fürs Musik machen denke ich. Deshalb sind seine Übungen auch sehr empfehlenswert, gerade in Kombination mit Chekhov. So genug Bücher!
- Michael A.Cechov (1998). Die Kunst des Schauspielers. Stuttgart: Verlag Urachhaus
- Lenard Petit (2010). Dei Cechov Methode. engl. Routledge. dt.Übersetzung 2014 Leipzig: Henschel Verlag
- James Haffner (2017).Musical Synthesis of the Michael Chekhov Technique: Integrated Training for the Singer – weblink critical stages
- Barry Green, Timothy Gallwey „The inner game of music“ (1986) Doubleday Verlag. deutsch (2008) Prof. Gerhard Hamann. allesimfluss Verlag